Queen Mary 2 – Teil 1


QM2 Teil 1

Tag 6-12, 8.-15. März 

Jedesmal anders

Fast eine Woche auf den Atlantik, wird es Euch da nicht langweilig? Nein! Selbst das Wasser sieht jedes Mal anders aus, wenn wir aus dem Fenster sehen.

Auch die Wege sehen für mich jedes Mal anders aus: endlose Korridore und Kabinen, zahlreiche Treppen und Aufzüge… Mein ohnehin schwach ausgeprägter Orientierungssinn streikt regelmäßig!

Internettag
Heute, am 11. März, leisten wir uns Internet für 3 von vier Geräten. Wie sind wir doch verwöhnt! Ich wollte es zunächst nicht glauben, dass wir tagelang an Bord sein würden, ohne online zu sein. Ich sah aber ein, dass wir auf diesen teuren Luxus durchaus verzichten können, zumindest weitestgehend. 

Wir müssen uns dann halt mit dem Schiffsinternet zufrieden geben, keine Nachrichten, keine Recherche, kein Wörterbuch, kein Blog! Kaum zu glauben, aber es geht nach einer gewissen Eingewöhnung. Aber heute bin ich jede freie Minute online, fast ein wenig stressig…

 

 

 

 

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Southampton

Going aboard 

Tag 6, 8. März

Ja, heute gehen wir an Bord der Queen Mary 2. Vorher fahren wir mit dem Zug nach Southampton. Es ist noch genug Zeit für ein englisches Frühstück, um 12:14 geht’s los von Brockenhurst Station.

 

 

 

 

 

 

„Warum keinen Smoking?“ fragt Konrad. Aber warum? Er hat doch nicht einmal ein Jackett für das Abendessen auf dem Schiff dabei…Southampton wurde im Krieg stark zerstört. Ich konnte dieser Hafenstadt nicht viel abgewinnen. Sue war schon mehrmals mit mir im riesigen Einkaufszentrum, in dem die Viertelmillion Leute der Stadt sich geschickt mit allen möglichen wichtigen und unwichtigen Dingen versorgen können.

 

 

 

 

 

 

Schnell kommt mir bei den Resten der Stadtmauer aus den 17. Jahrhundert der Verdacht, dass die Stadt noch mehr zu bieten hat als das, was ich kenne. Und siehe da, auf dem Weg zu den Eastern Docks zeigt sich uns so mancher Eyecatcher.


Und dann…
… da ist sie, die Queen Mary 2, unser Transatlantikliner!

Es ist eine logistische Meisterleistung die über zweieinhalbtausend Passagiere an Bord zu bringen.


Kaum da – und schon haben wir Post!

In unserer Innen-Kabine fühlen wir uns wohl, wenngleich wir nicht rausschauen können.

 We are sailing at 5 pm…?

 

 

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Lymington-Brockenhurst

Zweite Heimat

Tag 4-5, 6. und 7. März: Zweite Heimat

Lymington-Brockenhurst: Diese Gegend im New Forest ist wie eine zweite Heimat für mich. „New Forest“ klingt für Engländer vielleicht so ähnlich wie für Deutschland „Schwarzwald“.

Vor fast 53 Jahren war ich zum ersten Mal hier und unzählige Male danach wieder. Erinnerungen hängen in der Luft. Hier begann meine Verbundenheit mit dem Vereinigten Königreich. Hier verfestigte sich mein Englisch durch endlose Plaudereien.

Brockenhurst:

Lymington:

Lymington ist eine Küstenstadt am Rande des New Forests, gegenüber der Isle of Wight. Im Städtchen wohnen gut 15 000 Einwohner, zwei davon sind unsere Freunde Sue und Richard. Sue war 1972 meine Gastmutter. Seit vielen Jahren sind nun schon befreundet.

Das Touristenstädtchen besitzt drei Jachthäfen.


Ich kann mich noch erinnern, wie überrascht ich war, als ich zum ersten Mal die kleinen Häuser in der Southampton Road sah: Grau und etwas vernachlässigt wirkten sie. Beim Blick von vorne in die Häuser konnte ich gleich durchs Hinterfenster in den Garten blicken. An der Größe hat sich nicht viel geändert, aber die Häuschen sind jetzt teilweise regelrecht herausgeputzt unter Berücksichtigung strenger Denkmalschutzauflagen. Leider können sich heute nur noch wenige Bewohner von Lymington solch ein Kleinod leisten. Die meisten Besitzer wohnen in London, ihre Immobilie dient lediglich als Wochenenddomizil.

Vor fast drei Jahren verbrachten wir hier noch einmal einen ganz unbeschwerten Urlaub. Leider hat sich das geändert. Das Alter fordert nun bei Sue und Ihrem Partner Richard langsam seinen Tribut. Meine 85-jährige Freundin brach sich vor ein paar Wochen die Hüfte. Beide tun sich jetzt ziemlich schwer mit dem Laufen. Wir übernachteten deshalb auswärts.
Unser gemütliches Airbnb in Brockenhurst bildet den Unterschied zu sonst. Es gefällt uns jedoch gut bei Kathryn. In Sues Haus wäre es recht ähnlich gewesen, gleicher Geruch, ähnlich knarzende Dielen, alles nur ein wenig kleiner. Der regelmäßige Zug-Pendelverkehr zwischen den Bahnhöfen von Brockenhurst und Lymington verhilft uns zur nötigen Mobilität.

Ich mag beide Städtchen. „We live where people come to make holidays, and we don’t realize it.“ Sue ließ diese Bemerkung bei fast jeden Besuch fallen und Kathryn äußerte sich ähnlich. Wir kamen in diesen Jahr allerdings nicht als „Holidaymakers“. Wir nahmen die reizvolle Heide- und Waldlandschaft nur aus Zug und Auto wahr.

Unsere Englandfreude entfaltet sich nicht nur in Sues Haus, sondern auch beim typisch englischen Frühstücken und natürlich in den Pubs. Wir sind in diesem Jahr keine Urlauber im eigentlichen Sinn, aber sehr wohl Genießer des Lokalkolorits.


 

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Stuttgart-Paris-London



Tag 1, 3. März: Endlich geht es los, nach viel „Pack-Grübeln“
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Alles läuft flüssig am ersten Reisetag. Der Zeitplan war entsprechend großzügig. Er erlaubte uns einen Cappuccino im Café Wanner am Bahnhof in Herrenberg  und einen längeren Aufenthalt in der DB Lounge in Stuttgart.

„Ich will nicht in die Nacht hinein fahren!“ sagt Konrad. Ja, wir sehen nicht viel von unserer Fahrt nach Paris. Im Speisewagen vertreiben wir uns die Zeit hinter unseren Weizenbier im Pappbecher. Wir halten dabei die Geschwindigkeitsanzeige im Auge: 318 km/h wird nicht überboten. Wir unterhalten uns dabei über die Umrechnung von Fahrenheit in Celsius oder amerikanische Geschichte, Vorbereitung auf das, was noch kommt also.

Um zwanzig nach zehn steigen wir am Gare de l‘Est aus.

Unser NH-Hotel befindet sich direkt an Bahnhof. Es zeichnet sich besonders durch Baustellencharme aus. Unser Zimmer weist alles auf, was wir uns so von einem Hotelzimmer erwarten, alles außer Quadratmeter. Diese sind umgekehrt proportional zu den Euros, die wir dafür bezahlen. Egal, die erste Nacht ist warm und ruhig.

Tag 2, 4. März: Paris

Die Sonne zeigt sich an ersten Morgen, aber leicht milchig. Der Oleander versprüht bereits einen Hauch von Frühling. Die Straßen im Bahnhofsviertel kommen uns von früheren Paris-Besuchen bekannt vor. Leichte Schatten bemalen den Weg zu „unserem“ Café.

Französische Wortfetzen fliegen durch die Luft. Tingeltangel-Jazzmusik bildet den Hintergrund dazu. Wir frösteln, aber das Croissant und der Café Creme schmecken wunderbar nach Reise. Vorfreude! Und dann noch einmal quer durch den Markt in der Nachbarschaft.

 

 

 

 

 

 

 

Um halb zwölf ziehen wir los in die Stadt. Die Koffer dürfen im Hotel bleiben. Jetzt ist Sightseeing angesagt.



„Weißt du noch, wie schwer es vor drei Jahren war ein Café zu finden, in dem ich ein Eclair essen konnte?“ (In Frankreich möchte ich nämlich immer ein Eclair haben!) Wir wiederholten das Spiel. Uns ergeht es ähnlich wie damals, bis wir bei einer Bäckereikette namens „Paul“ landen. Ein einziges Karamell-Eclair lacht mich an, aber dieses Individuum stellt mich völlig zufrieden, wenngleich ich lieber Geschirr gehabt hätte.
Kaffeetrinken, Happy Hour, frühes Abendessen: alles gute Gründe zum gemütlichen Einkehren und Aufwärmen.
Wir holen unser Gepäck im Hotel ab und bewegen uns langsam in Richtung Quay de Bercy, wo unser Bus um 22:00h abfahren wird. Gut, dass wir noch genug Zeit haben, denn es warten noch Herausforderungen auf uns: beispielsweise der Kauf der Metro-Tickets und der Weg zum Busbahnhof, der sich in einer Art unterirdischer Riesen-Garage befindet.  Unser Routenplaner führt uns zwar problemlos auf das Dach dieser Garage, aber um den Eingang zu finden, brauchen wir neben Pfadfindergeist auch ein gehöriges Maß an Ausdauer.

Hurra, wir fahren pünktlich weg. Um halb eins sind wir an der Fähre. Eigentlich bewegen wir uns in Nachtmodus an Bord. Aber die Nacht wird kurz zum Tage, als wir zum zweiten Mal zu Abend essen. Warum das denn? Ganz einfach weil wir uns typisch schwäbisch verhalten: alle Busreisende haben einen Gutschein für ein Essen mit Getränk bekommen und den können wir ja nicht verfallen lassen.
Bei uns gibt es also jetzt schon zum ersten Mal Fish&Chips, viele Meilen bevor wir englischen Boden erreicht haben.

Tag , 5. März: London

Um 6:20h kommen wir wohlbehalten am Victoria Bus Station in London an, genau zehn Minuten vor der offiziellen Ankunftszeit. 

  
Ein wunderbarer, sonniger Tag heute, wenn auch ziemlich frisch. Wir beleben unsere Geister nach dieser fast schlaflosen Nacht mit Kaffee im „Black Sheep“, einer britischen Kaffeehaus-Kette. Dann hieven wir unser Gepäck von Victoria nach Waterloo Station.

Sehr anstrengend! Aber auch sehr schön mit den vielen sonnigen Touristen-Highlights.




 

 

 

 

 

 

 

13:05h fahren wir pünktlich von Gleis 10  nach Brockenhurst ab.

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Heimreise

Von Wien nach Hause

Wir sitzen im Zug und ich werfe ab und zu noch einen Blick auf die Donau.  Zwei schöne Wien-Tage liegen hinter uns.
 
Denkmalgeschützte U-Bahnstation

Berühmtes Café Raimund

 

 

Das kleinste Haus Wiens


Das größte Haus Wiens?

 

 

 

 

 

 

 

Gestern vor fünf Wochen brach ich in Ulm auf:

  • 810 Kilometer lief ich danach bis Donnerstag Abend.
  • Ich hatte an meinen Wandertagen einen Schnitt von 25,5 Kilometern.
  • Ich gönnte mir drei Ruhetage.
  • Die Donau fließt 655 Kilometer zwischen Ulm und Wien.

Jetzt muss ich am Ende meines Blogs noch ein wenig Blödsinn zeigen, der mir begegnet ist:

Es wurde eine ganz andere Wanderung als die vor zwei Jahren. Kein Wunder, denn ich suchte nichts Besonderes, wollte einfach nur noch einmal eine Fluss-Fernwanderung erleben. Ich brach aus einem Alltag aus, in dem ich mich wohl und sicher fühle. Und es war alles gut so. Ich liebte das Aufbrechen und das Ankommen. Ich konnte mich gut spüren, sowohl bei Herausforderungen als auch bei Langeweile. Dieses stetige Vorankommen tat mir gut. Die Begegnungen mit Menschen und die Natur erfüllten mich. Es wurde keine Route 68 (zu wenig Biografisches, nicht genug Motive). Aber es war egal. Hauptsächlich waren einfach nur Gelassenheit und Ausdauer von Bedeutung.
Ich erlebte „Donau“ und der Weg wurde „Meine Donau-Route“ oder „Wienerstraße“.

Diese reibungslose Wanderung war mir so nur möglich, weil Konrad mein Manager war. Er suchte die Quartiere und motivierte mich zum Schluss. Er besuchte mich zwei Mal und holte mich sogar in Wien ab.
DANKE!!!!❤️❤️❤️

 

 

 

 

 

Und letztlich wurde es dann doch das Ende meiner Route 68. Danke Martina!!!❤️❤️❤️

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Meine Donau Route: 34. Tag (Ziel)

Etappe 31: Von Altenberg nach Wien

Es fühlt sich komisch an: ein letztes Mal aufbrechen. Ich verlasse das Hotel um kurz nach acht, denn der Tag wird noch einmal anstrengend. Darf er auch!
Ich habe wieder ziemlich Gegenwind. An machen Stellen ist es sichtbar, dass es hier schon seit Tagen bläst.
Auf dem Weg zur Donau betrachte ich die Häuschen. Viele sind auf Stelzen gebaut, bestimmt wegen der Hochwassergefährdung. Sind das wohl Garten-, Wohn- oder Wochenendhäuser? Manche sehen so aus, als wären die Besitzer sehr reich.

 

Endlich erreiche ich den Fluss. Ich bin etwas misstrauisch. Der ist heute so klein. Bald wird klar: Ich bin neben der Bie gelaufen, die jetzt in die Donau mündet.
Das Wehr, welches gestern lange Zeit vor mir zu sehen war, liegt jetzt hinter mir. Schon wieder steht ein Bauzaun auf meinem Weg und ich bin enttäuscht. Ich habe mich darauf gefreut, dass ich heute ein letztes Mal lange an der Donau entlang laufen darf. Dieses grausame Hochwasser: mindestens 28 Tote, zwei Millionen Menschen, die davon betroffen waren, Schaden in Höhe von mehreren Milliarden Euro!
Statt Donau, Hauptstraße von Kritzendorf. Wenigstens gibt es durchgehend einen Gehweg. Immer wieder verhindern Warnschilder, dass ich zurück an die Donau darf.

Am Bahnhof von Unterkritzendorf geht die Straße steil rechts hoch. Das will ich wirklich nicht und deshalb versuche ich es mit dem Radweg, der unten im Tal bleibt, links der Bahnlinie. Ich sehe weder Warn- noch Umleitungsschilder.

Die Hochwasserspuren sind nicht zu übersehen, aber der Weg ist frei. Ich komme wohlbehalten nach Klosterneuburg. Dort lasse ich mich mit Koffein verwöhnen.

 

 

 

 

 

Bald darf ich endlich wieder an die Donau, zumindest an einen Teil des Flusses. Es gibt keine Umleitungen mehr. Wie bewegend: Ich sehe Wien am Horizont.

Und dann…
  

 

 

 

 

 

„Wenn ich am Ortsschild ankomme, dann kann ich mir erlauben, mit Öffis ins Zentrum zu fahren.“ Mache ich natürlich nicht, obwohl das Zentrum noch acht Kilometer entfernt ist. Es ist halb eins und Konrad kommt erst um sechs. Außerdem fühle ich mich fit, und meine letzte Wanderung soll doch nicht so schnell aufhören.
Ich komme an die „richtige“ Donau. So grau habe sie die ganze Zeit nicht gesehen. Das Wasser scheint heute in keine Richtung zu fließen.
Die Stadt kommt immer näher.
Tschüss Donau❤️❤️❤️! 655 Kilometer lang bin ich fast täglich an deiner Seite gelaufen. Ich durfte beobachten, wie du immer größer wurdest! Ich habe dich aus den unterschiedlichsten Perspektiven kennen gelernt. Jetzt bleibt mir nur noch ein kleines Stück Kanal und dann bin ich endgültig am Ziel. Vor dir liegen noch 1930 Kilometer bis zur Mündung.
Ich nähere mich dem Zentrum mit einem Cocktail von Gefühlen. Ich bin traurig, dass meine Wanderung jetzt zu Ende ist. Ich freue mich auf Konrad. Ich bin ergriffen, dass ich mein Ziel erreicht habe. Ich bin stolz, dass ich dafür nicht einmal fünf Wochen gebraucht habe. Ich bin dankbar, dass ich den Weg gesund und heil überstanden habe.
Es ist gut, dass ich zwei Stunden Zeit habe mich an die Großstadt zu gewöhnen.

Noch eine Melange im Zentrum, dann krieche ich durch die windigen, kalten Straßen zum Hauptbahnhof. Dort warte ich geduldig bis Konrad mit nur 35 Minuten Verspätung ankommt. Er saß acht Stunden ununterbrochen im Zug Stuttgart-Wien.

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Meine Donau-Route: 33. Tag

Etappe 30: Von Atzenbrugg nach Altenberg

Ich breche früh auf, denn heute liegt eine lange Etappe vor mir. Schnell noch ein Blick zum traurigen Golfplatz, auf dem in diesem Jahr wohl niemand mehr spielen wird…

Hoffentlich wird sich mein Routenplaner keine solche Möglichkeit für mich ausgedacht haben:
Mein Weg führt aber sicher entlang des Kraftwerks. Unglaublich, dieser Koloss! Er zieht sich ewig rechts von mir hin, bevor er dann endlich hinter meinem Rücken immer kleiner wird.
Sieht eigentlich schön aus:
Vor den Häusern und Betrieben stehen manchmal wegen des Hochwassers ganz ähnliche Dinge rum:
Nach einer guten Stunde sehe ich eine Absperrung. Ich muss über den Fluss, deshalb umgehe ich sie.
Ein Mann kommt auf mich zu: „Haben Sie nicht gelesen, dass hier niemand durch darf?“ „Nein, aber ich versuche…“ „Wenn was passiert, was dann? Sie sind wohl Deutsche! Deutsche können nicht lesen!“ „Ja, alle nicht!“
Der ist ja richtig deutschfeindlich! Es ist das allererste Mal, dass mich jemand so unangenehm anspricht. Ansonsten begegnen mir die Leute äußerst aufgeschlossen und freundlich. Unterwegs habe ich immer wieder Kontakt zu Fremden. Sie interessieren sich für meine Wanderung und mache Leute erzählen auch von sich.

Ich gehe schnurstracks über die Brücke und ignoriere den Alten.
Am Ende steht noch ein Bauzaun, aber dieser bietet keinen Durchlass. Ich drehe kleinlaut um. Mitten auf der Brücke schaue ich auf die Karte. Ich könnte heulen! Es gibt keine andere Möglichkeit um über die Perschling zu kommen, weit und breit nicht. Ich bin alles bis jetzt umsonst gelaufen und das an meinem 30-Kilometer-Tag. Ohne diese Brücke schaffe ich es heute nicht. Aus reiner Verzweiflung gehe ich noch einmal zurück und schaue mir die Teile des Zaunes genauer an. Ich entdecke tatsächlich eine Schwachstelle. Links ziehe ich das Element ein wenig vor, schlüpfe durch und stelle es wieder sorgfältig hin.
So, jetzt muss ich aufpassen, dass ich mich nicht in Gefahr begebe. Am besten ich nehme gleich den Feldweg links in Richtung Donau. Komoot zeigt mir, dass der Weg am Ufer an einer Stelle nicht weiter geht. Vielleicht komme ich da doch durch, neben den Gleisen, übers Gras… Pech gehabt! Das Industriegelände, welches direkt an der Donau liegt, ist eingeräumt.
Ich laufe runter zur Donau bis ich sehe, dass hier wirklich kein Durchkommen ist. Die Flusskilometer sind zwar deutlich nach unten gegangen, seitdem ich den Fluss zum letzten Mal gesehen habe. Das gefällt mir, aber Wiedersehensfreude geht anders. Stattdessen spüre ich Ärger wegen unnötigen eineinhalb Kilometern. Ich muss zurück und mich irgendwie vorsichtig durch die Baustelle bewegen. Ich laufe über den Fahrradweg und sehe keinerlei Bauaktivitäten, keine Lastwagen oder Maschinen, nichts. Autos kommen auf mich zu, drehen vor einem weiteren Bauzaun um und fahren zurück. Hoffnung! Ich komme an diese dritte Hürde, die ich souverän überwinde, indem ich über ein Betonhindernis steige.
Was war das jetzt? Okay, die Straße ist vom Hochwasser beschädigt worden. Das ist vier Wochen her und nichts passiert. Die könnten doch wenigstens Radfahrer und Fußgänger durchlassen! Es gab keinerlei Gefahr für mich!

Ich teilte mir den Weg in vier Etappen ein um die Pausen zum Regenerieren halbwegs gleichmäßig zu verteilen. Nach acht Kilometern frühstücke ich: die Körnerstange und den Käse von gestern. Viele Bänkchen in dieser Gegend sehen romantisch aus.

Was für ein Glück habe ich!
Ich begleite die Große Tulln zu ihrer Mündung in die Donau.
Jetzt ist die Wiedersehensfreude richtig da. Aber der Fluss hat eine eigenartige Farbe und viele kleine Wellen. Außerdem fließt er in die falsche Richtung. (Ich mache extra ein Video für alle, die mir das nicht glauben werden.) Das kann nur an dem heftigen Wind liegen, der mit heute unangenehm entgegen kommt.Bald bin ich in Tulln, der Stadt in der ich meine zweite Pause einlegen möchte. Ich habe mich entschieden: Heute möchte ich Mittagessen, auch wenn ich danach vermutlich sehr müde sein werde. Aber dann kann ich heute Abend in Hotel bleiben.
Die Stadt überrascht mich positiv.

 

 

 

 

 

„Die ,Garten Tulln’ ist eine im Jahr 2008 eingerichtete Landesgartenschau des Bundesland Niederösterreich und wurde anschließend eine Dauereinrichtung.“, schreibt Wikipedia. Das Gelände an der Donau ist ansprechend gestaltet.
Dort befindet sich auch das Schiff Regentag. Hundertwasser hat zehn Jahre auf ihr gelebt und gemalt.
Meine kleine Sightseeingtour lohnt sich.
Im Schwarzen Adler esse ich das Mittagsmenü und trinke eine Cola um der Müdigkeit ein wenig vorzubeugen.  Ich kaufe noch für heute Abend ein, dann geht es wieder zurück an die Donau. Da begegnen mir wieder die Römer: Römerturm und Marc Autel.

 

 

 

 

 

Die Wanderlust hat deutlich angenommen seit dem Mittagessen. Der Wind bläst mir immer unangenehmer ins Gesicht. Manchmal ergreifen mich heftige Böen. Doch die Donau liegt so schön neben mir. Die Bänkchen-Dichte ist enorm. Ich lasse mich immer wieder auf eines plumpsen, zum Erholen und zum Schauen. Ich habe ja keine Eile. Und so schaffe ich es geduldig bis zum Schwarzen Adler. 32 Kilometer!
Hier geht es nach dem Luxus von gestern ziemlich bescheiden zu. Aber ich habe alles, was ich brauche.
Der Tag hat sich anders angefühlt. Ein vorletztes Mal packen und aufbrechen, ein erstes Mal Mittagessen. Der heftige Wind. Die Schilder nach Wien überall. Ich kann es mir noch nicht vorstellen, dass ich dort Konrad morgen um 18:00 vom Bahnhof abholen werde. Eine letzte Übernachtung allein.

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Meine Donau-Route: 32. Tag

Etappe 29: Von Herzogenburg nach Atzenbrugg

Der erste Blick aus dem Fenster am Morgen: Es regnet nicht mehr. Ich frühstücke reichlich, dann geht’s los. Tschüss Hotel, ich habe mich erstaunlich wohl gefühlt, trotz Business- und Klassenfahrtsatmosphäre.

Ich komme in die Stadt mit dem klangvollen Namen. Dort steht zwar keine Burg, aber ein Stift. Es war seit 1112 ein Kloster und wurde im Barock prächtig neu gestaltet. Auch in der Stadtmitte verteilen sich barocke Häuser.

Kinder können in der Kutsche vors Rathaus „fahren“.
Ich laufe heute überwiegend auf Landstraßen, da ich so in nur 20 Kilometern am Ziel sein werde, die kürzeste Strecke.
Auch hier war Hochwasser. Die Traisen sieht, wie die meisten anderen Gewässer, nach vier Wochen wieder völlig harmlos aus.

Ob ich auf den kommenden sieben Kilometern noch mehr Barock zu sehen bekomme?

Ein bisschen kann ich sogar Waldbaden, auch wenn die Straße den Wald zerteilt. Ich laufe ohne Pause. Ich vertreibe mir die Zeit mit einem Meter-Runterzähl-Spiel, das ich spontan erfinde. Nach jeweils sechs Pfosten „fresse“ ich 200 Meter. Ich spüre förmlich, wie die Kilometer nach Wohin-auch-immer konstant weniger werden.

 

 

 

 

 

Vor lauter Langeweile sehe ich mich auch als weiblichen Müll-Sheriff. Es liegt erstaunlich wenig Müll rum, außer Dosen. Dosen in allen Variationen: zerdrückt, intakte, von Bier, von Red Bull… Dabei dachte ich, dass es in Österreich auch Dosenpfand gäbe. (Okay, nicht wirklich interessant, aber mir vertreiben solche Spiele die Zeit.)
Am Ende der sieben Kilometer sehe ich dann sogar wirklich noch etwas Barock:

Links von mir erstreckt sich bereits wieder das Donautal.

Noch zwei Tage bis Wien.
Ich übernachte heute im Golf-Hotel, ganz feudal, im riesigen Zimmer. Da könnte eine kleine Familie in einer Großstadt wahrscheinlich eine Weile zufrieden leben.

Die Nachbarschaft fällt kaum auf:
Der Preis für meine Herberge ist vermutlich nur deshalb so moderat, weil der Golfplatz wegen Hochwassers geschlossen ist.
Der Nachteil: Das Restaurant ist auch geschlossen, zumindest am Abend. Im zweieinhalb Kilometer entfernten Nachbarort gibt es leider keinerlei Alternativen. Der Kebab-Laden, beispielsweise, hat Dienstags Ruhetag. Ich bin ziemlich verstimmt. Dann mache ich das beste aus der Lage. Ich kaufe Käse, Gebäckstangen und Bier ein. Ich gönne mir einen gemütlichen Abend in meinem riesigen, temporären „Zuhause“.
Dann gönne ich meinen Muskeln auch noch ein heißes Bad. (In meinem geräumigen Nassbereich gibt es natürlich Wanne und Dusche.)
Wenn ich auf den Tag zurück blicke, bin ich zufrieden. 21 Kilometer konnte ich zielsicher und problemlos am Stück laufen. Ich wollte früh im Hotel sein, um genug Zeit für die Essenssuche zu haben, vergeblich. Ich konnte mich trotzdem gut entspannen, denn es war endlich mal wieder Muße am Abend. Soviel Luxus ist ziemlich unpassend für eine Wandersfrau, aber gerade bin ich zu müde um das zu hinterfragen.
Ein wenig sorge ich mich um morgen Abend. Da bahnt sich ein ähnliches (oder noch schlimmeres) Problem an, denn morgen liegt eine Etappe von mindestens 30 Kilometern vor mir. Leider gibt es keine Alternative. Die Essensproblematik wird aber, wie immer sie sich auch darstellen mag, das letzte Mal auftauchen, denn übermorgen komme ich in Wien an. Irre, ich scheine das ja wahrscheinlich wirklich zu schaffen!

 

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Meine Donau-Route: 31. Tag

Etappe 28: Von Loosdorf nach Herzogenburg

Heute ist mal wieder ein weiter Weg geplant: 28 Kilometer. Schnell liegt der Ort in der Ferne.
Es geht eine Zeit lang bergauf, und dann lande ich im Wald.
Eigentlich tut mir ja das Waldbaden immer gut, aber heute entwickelt es sich mehr und mehr zum Hindernisschwimmen: Der Weg wird matschig und die Brombeeren anhänglich. Allerdings können mich schmutzige Schuhe seit gestern nicht mehr schrecken. Ich fühle mich völlig allein, da tuckert etwas eine Zeit lang vor mir und wird immer lauter.
Der Mann stoppt seinen Traktor hinter mir, nimmt den Korb und steigt hoch in den Wald. „Wollen Sie Pilze sammeln?“ „Ja, es gibt viele Schwammerln dies Jahr.“ Und wenn der mit seinem Traktor von irgendwo her kommt, dann muss der Weg auch weitergehen, rede ich mir hoffnungsvoll ein.
Es geht steil nach unten. Ich komme nur langsam vorwärts. Aber dann bin ich am Bach angelangt und atme auf. Jetzt wird der Weg wirklich gut!
Allerdings war da dieses Hochwasser vor einem Monat. Ich schaffe es tatsächlich diese Hürden zu überwinden. Gustav muss dabei runter vom Rücken.

Mit gemischten Gefühlen geht es danach weiter. War dieses Hindernis das einzige? Kurz darauf folgt die Antwort: Hier geht es definitiv nicht weiter!
Es gibt keinen Weg mehr! Ich versuche Komoot eine moderate Routenänderung zu entlocken, aber habe keinen Erfolg. Ich muss zurück bis zu Beginn des Matschweges und dann erst eröffnet sich eine neue Strecke. Als ich wieder oben bin, denke ich: „Super, jetzt bin fast zweieinhalb Stunden unterwegs und ungefähr schon drei Kilometer vom Ausgangspunkt entfernt.“ Und die Natur ist so schön, doch die Vorstellung der lange Strecke vor mir überschattet meine Wahrnehmung ein wenig.
Diese kleine Hürde am Ende des Waldes stellt keinerlei Herausforderung dar.
Ich komme langsam aber stetig vorwärts. Die Motivation könnte besser sein, aber der Körper spielt mit. Ich laufe vorwiegend auf Landstraßen und Feldwegen. Ich sehe Hochwasserspuren. Die Pielach sieht jetzt jedoch völlig friedlich aus.

Ich ziehe durch viele unterschiedliche Ortschaften, die eines gemeinsam haben: keine Koffeinquelle. Die Namen empfinde ich teilweise als recht ungewöhnlich.

Ich sehe neben vielen abgeernteten Felder auch Sonnenblumenfelder und Apfelplantagen.
Meist ziehen sich die Berge des Wienerwaldes rechts von mir entlang.

Es wird langsam Abend und ich bin immer noch unterwegs.

Langsam häufen sich die Herausforderungen: Es wird dunkel und ich muss darauf achten, dass ich in Sicherheit vor den Autos bin. Es fängt an zu regnen und der Handyakku wird leer. Aber all das ist schnell vergessen, als ich um kurz nach sieben im Hotel ankomme. Hier gibt es eine Rezeption und Abendessen, selbst am Montag. Das ist Luxus! Mich stören weder das Industriegebiet, welches das Hotel  umgibt (im Gegensatz zum klangvollen Namen des Ortes), noch die Schüler, die auf Klassenfahrt sind.
Es war ein eigenartiger Tag heute: 31 Kilometer bin ich gelaufen. Frust und Langeweile paarten sich mit Gelassenheit und Ausdauer. Selbst die schlechte WLAN-Verbindung habe ich jetzt doch noch mit Geduld ertragen.

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Meine Donau-Route: 30. Tag

Etappe 27: Von Pöchlarn nach Loosdorf

Beim Frühstück halte ich mich länger als geplant auf, denn mein Tischnachbar ist Schachspieler und hat heute Nachmittag ein Turnier. Mir fehlt leider jederlei Zugang zu diesem Spiel und deshalb versucht er mich mit seiner Begeisterung anzustecken. Vergeblich, aber er weiß es nicht. Dann wird es Zeit.

Die schönsten Anblicke der Stadt erlebte ich gestern. Heute führt mein Weg erst über den Friedhof und dann durch das Industriegebiet.
Ich hätte nicht gedacht, dass Tiernahrung in einem so großen Werk hergestellt wird. Komoot führt mich auf einem Pfad am Rande des Betriebes zur Donau. Noch bevor ich am Fluss bin, sehen meine Schuhe so aus:
Wenn mir mein gesunder Menschenverstand nicht versichert hätte, dass auf einem Betriebsgelände kein gefährliches Moor sein kann, dann hätte ich wahrscheinlich bei dem weichen Untergrund Angst bekommen.
Ich erreiche die Donau dann auch wohlbehalten. Auf der anderen Seite werden Menschen eher halbherzig davon abgehalten, den gleichen Fehler zu begehen wie ich.

Ich schäme mich zwar erst ein wenig wegen meiner Schuhe, aber dann sehe ich sie als Gelassenheitsübung. Wahrscheinlich bin ich seit meiner Kindheit nicht mehr so gezielt durch Pfützen gestampft.
Es nieselt und gießt im Wechsel. Manchmal hört es wieder auf und ich denke, dass der Regen überstanden ist. Dann geht es wieder von vorne los. Dieser Wechsel nervt, aber er verhindert, dass ich allzu nass werde.
In beide Richtungen der Donau sieht es trübe aus. Ich komme trotzdem konstant voran, lasse mich vom Wetter nicht allzu sehr stören. Das Stift Melk wechselt mehrmals sein Erscheinungsbild. Mal liegt es mystisch verschleiert im Hintergrund, mal wird es vom Regen verhüllt.
Wie abwechslungsreich doch Baustellengelb im Regen sein kann!
Melk ist nicht nur mein Ziel, sondern auch das von einigen Kreuzfahrern.
(=546 Flusskilometer von Ulm entfernt) – Tschüß Donau, ich verlasse dich jetzt eine Weile und werde dich vor Wien wiedersehen❤️.
Ich habe vor, in Melk ein wenig zu schlendern und ein paar typische Eindrücke von der Stadt mit der Kamera einzufangen. Aber es kommt anders. Seit 1451 wird am 13. Oktober der Kolomanitag gefeiert, genannt nach Koloman, dem Schutzpatron der Stadt. Da sind alle auf den Beinen. Das Wetter scheint niemandem etwas auszumachen.

 

 

 

 

 

Ich freue mich für die fröhlichen Leute, aber mir ist der Rummel zu viel. Ich verziehe mich in ein gemütliches Café und genieße Melange mit Apfelstrudel.
Danach steige ich die Treppen zum Stift hoch und möchte in Ruhe das Gebäude würdigen.
Auch nicht möglich. Hier ist es fast genauso bevölkert wie unten in der Stadt.

 

 

 

 

 

Unter einem der Bögen finde ich ein angenehmes Plätzchen, auf dem ich mich vor dem Regen schützte. Ich kann von dort aus gefühlt hundert Menschen beobachten, die auf eine Führung warten.

 

 

 

 

 

Noch ein letzter Blick auf die Stadt und weiter geht‘s.
Ich bleibe meist auf der Landstraße nach Loosdorf, nachdem sich zwei alternative Wege als zu nass, beziehungsweise nicht existent herausgestellt haben.

Das Hochwasser hat hier schwer gewütet, erfahre ich von einer Spaziergängerin. Sie erzählt mir das Schicksal ihrer Tochter.

Ich erinnere mich, dass ich gestern in der Nähe der Ybbs-Mündung viele Kürbisse gesehen habe und mich fragte, wer die wohl dort kompostieren wollte. Heute im Café erfuhr ich, dass die Kürbissernte an manchen Stellen von der Flut ans Ufer geschwemmt worden sei. Ohje, und nicht nur die Donau, sondern auch die kleinen Flüsslein waren betroffen.

Manch ein Örtchen hat hier sein eigenes Schloss:

Schloss Pielach
Schloss Albrechtsberg
Diese Immobilien wirken leider recht renovierungsbedürftig.

“Was werden die in meinen Bed& Breakfast sagen, wenn ich mit meinen Schuhen auftauche?“ Niemand sagt etwas, denn niemand ist da. Ich rufe eine Telefonnummer an und erfahre meine Zimmernummer. „Essen? Ja, vielleicht vom Döner-Imbiss oder in der Pizzeria. Und Frühstück gibt es bei uns auch nicht. Das Erdgeschoss wurde vom Hochwasser zerstört.“ Ach, die Armen!
Eigentlich finde ich es sowieso schon traurig, dass der vermutlich einst stolze Gasthof heute nur noch Übernachtungsgäste beherbergt.
Ich laufe in den Ort, verspüre dort aber keine Lust, mir einen Döner zu kaufen um ihn dann in meiner 70er-Jahre Küche zu essen. Die Pizzeria suche ich vergeblich. Sie existiert nicht (mehr). Vor meinem inneren Auge sehe ich mich dann doch einen Döner auspacken, da entdecke ich diesen Asia Wog, ein richtiges Restaurant. Ich bin hocherfreut.
Ente (bzw. Hühnchen) gut, alles gut. Es gibt sogar noch einen kostenlosen Vitamin-Cocktail als Nachtisch.

 

 

 

 

 

 

njIch blicke gern auf den Tag zurück, obwohl nicht alles rund lief. Aber es gab Abwechslung und ich fühlte mich gut. Die 21 Kilometer Wanderung mit Sightseeing bedeuteten keinerlei Herausforderung. Hoffentlich bleibe ich so fit, denn es wird in den nächsten Tagen bestimmt ganz anders werden.

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