Recreation


In den Tag hinein leben

41. Tag, Samstag 12. April 

Bis uns der Hunger hinaus zieht

Die verrückten Las Vegas-Eindrücke werden verarbeitet. Uns zieht es nicht noch einmal auf  den Strip. Stattdessen wird überwiegend nur getrödelt und gequatscht. Die einzigen Aktivitäten bestehen aus Wäschewaschen und ein paar Überlegungen zur weiteren Route. „Wir gehen jetzt schön Mittagessen!“ beschließt Konrad. Er bestellt ein Uber-Taxi und wir lassen uns in Marilyn‘s Café fahren.

Uber

Das Uber-System funktioniert ziemlich gut – Ausnahme siehe Chicago! In der App sieht man genau, wo sich das bestellte Taxi gerade befindet und wie lange es bis zur Abholung dauert. Auch der Fahrzeugtyp, die Autofarbe, das Kennzeichen und der Name das Fahrers sind sichtbar. Der Fahrer sieht ebenfalls den Standort des Fahrgasts – hoffentlich nur bis zur Beendigung des Auftrags. „Turn left and drop off Konrad“ klingt es aus dem Navi, als wir am Ziel – dem „Tuscany-Resort und Casino“ – ankommen. Natürlich läuft auch die Bezahlung und das anpassbare Trinkgeld über die App.

Toscana

Uns erwartet eine weitere Spielhölle mit Italien-Thema, samt Hotel und Restaurants. Konrad hat sich gut beraten lassen von seinem Handy. Am frühen Nachmittag lassen wir es uns in Marilyn’s Café schmecken

Wir laufen zurück ins Hotel und kommen an Start und Ziel des Formel 1 Las Vegas Stadtkurses vorbei.

Nice to know: Glücksspiel in der Wüste

1905 wurde Las Vegas offiziell gegründet. Der Grund war die Lage an der neuen Eisenbahnstrecke Los Angeles – Salt Lake City. Das Land mit den natürlichen Quellen war eine fruchtbare Insel inmitten der Wüste. Es hatte sich durch die strategisch günstige Lage zum Magneten für Grundstücksspekulanten und Investoren entwickelt. „Las Vegas“ heißt aus dem Spanischen übersetzt „Die Wiesen“ oder „Die Auen“.
1910 wurde das Glücksspiel in den USA illegal, aber 1931 in Nevada wieder erlaubt und die ersten einfachen Spielbanken entstanden unter anderem in Las Vegas. Gleichzeitig begann der Bau des Hoover-Staudamms. Viele Arbeiter kamen gerne zum Spielen in die kleine Stadt. Als dann der Damm 1935 fertig gestellt war, gab es genug Energie für Klimaanlagen und großzügige Beleuchtung, beste Voraussetzungen für attraktive Spielkasinos. Diese schossen wie Pilze aus den Boden. Heute gibt es mindestens 140 Casinos alleine am Strip. In der Stadt wohnen über 660.000 Menschen – mitten in der Wüste.

Letzter Abend 

Am Pool und auf der Terrasse wird es langsam dunkel, und wir ziehen uns noch einmal in die Hotel-Wohnung zurück.

Nighty night…

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Whitney and Tina

More Las Vegas

40. Tag, Freitag 11. April

Lazy

Schlafen, so lange es geht… Blog schreiben im Bett… Keinen Plan für den Tag haben…  Wie ist das schön, nach dem Nomadenleben der letzten Wochen – wir haben zum ersten Mal seit 4 Wochen zweimal im selben Bett geschlafen. Ein paar Stunden passt das gut, und dann kommt Musik ins Spiel: Tina Turner und Whitney Houston Tribute-Show. Die wollen wir sehen und die gibt es nur heute, also doch noch Bewegung am Lazy-Day!

Rom und Venedig

Nach guter Erholung kann noch eine kleine Dosis Las Vegas nicht schaden. Es geht nach Italien, zuerst Rom:

Und ein klein wenig Venedig auch in diesem Jahr:

More Gambling and Illusion…

So viel Spielmöglichkeiten… Wenn ich spielen wollte, könnte ich mich bestimmt nicht entscheiden.

Etwas spooky: Ihr Gesicht bewegt sich, als ob sie lebendig wäre. Gute Laune drückt sie allerdings nicht aus.

Es wird Zeit für W+T: Das Theater, in dem die Show stattfindet, liegt im Norden. Wir entscheiden uns, die Monorail zu nehmen. Diesmal klappt es auf Anhieb mit den Tickets.

Nach ein paar Minuten kommt der Zug, alle steigen ein, bald geht es los… oder auch nicht. Eine schlecht verständliche Durchsage vertröstet und entschuldigt. Bestimmt geht es gleich weiter. Bestimmt reicht es noch gut ins Theater. Der Motor geht aus. Leute schimpfen und verfluchen die Monorail. Konrad erforscht die Busoptionen. Es gibt eine Möglichkeit. Aber unser teures Monorail-Ticket? Der Motor geht wieder an. Gleich geht es weiter… oder auch nicht. Vielleicht nur wegen der Klimaanlage? Die verbleibende Zeit wird knapp. „Ich wette, wenn wir jetzt aussteigen, dann fährt die Bahn.“ Wir verlieren die Nerven und steigen aus. Die Bahn fährt vor unserer Nase weg, natürlich. Unsere Chance ist verspielt, auch wenn ich die Wette gewonnen hätte – und das in der Stadt des Glücksspiels. Also Bus, schnell! Die genervte Busfahrerin winkt uns ohne zu zahlen durch, nachdem wir uns ein wenig begriffsstutzig angestellt haben. Wir erreichen das unscheinbare Theater fünf Minuten vor dem offiziellen Beginn der Show. Ende gut, alles gut!

Die Sängerin Carolyne Scott schafft es erstaunlich gut, die starken Stimmen und die Energie von Whitney und besonders von Tina auf die Bühne zu bringen.

Nach eineinhalb Stunden bekommt die Monorail noch eine zweite Chance. Diesmal gibt es keinen Grund zur Klage.

Las Vegas sieht bei Nacht noch einmal verrückter aus als bei Tage.

Und dann das absolut Abgefahrenste: die Fahrrad-Demonstration beziehungsweise die Demonstration von Fahrrädern. Eine ungeordnete Kolonne mit riesigen, beleuchteten schrillen „Drahtesel“ zieht an uns vorbei. Nichts erinnert beispielsweise an Konrads bescheidenes Rennrad. Manche Bikes ziehen einen Anhänger mit dröhnender Musikanlage hinter sich her. Ein Durcheinander von Rädern und verrückt aussehenden Menschen, untermalt mit lärmender Musik aus verschiedensten Quellen! Ich kann es kaum fassen. Bisher dachte ich immer, dass Radeln eine leise Sportart sei…

„The Stip“ bedeutet nun pulsierendes Leben, Party, Menschenmengen und vor allem Lichter und Krach. Die Reizüberflutung von gestern wird jetzt bei Nacht noch erheblich erhöht. Es reicht! Mir kommt die Assoziation mit einem „Tanz auf dem Vulkan“ in den Sinn. Wir fahren „heim“.
Nachdem „Vagas best Pizza“ schon im Bett ist, gibt’s Chips und Fernsehen statt gepflegtem Abendessen zum Ausklang des Tages.

Nighty night!

 

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Zwei Welten

Zwischen vierter und fünfter Reiseetappe

39. Tag, Donnerstag 10. April

 Nice and clean

Nach drei Wochen Reise steht eine Grundreinigung an, innen zumindest. Der Wüstensand (und auch wir) haben beeindruckende Spuren hinterlassen.

Es kommt die Zeit des Abschieds. Der Bär ist jetzt unter seinesgleichen. 3000 Meilen waren wir zusammen unterwegs. Alles ging gut: keine Panne, keine Schramme! Ein wenig erleichtert sind wir schon.

Hotel

Ein Uber-Taxi bringt uns zum Hotel, das direkt neben dem Flughafen liegt. In dieser Unterbringung werden wir drei mal übernachten. „Zimmer“ ist etwas untertrieben, Apartment passt besser: fast so groß wie unsere erste Wohnung zur Zeit der Hochzeit, nur mit weniger Fenster, aber doppelt so viele Fernseher. Inklusive Küche mit Mikrowelle, Spülmaschine, Waschmaschine und Trockner. Die Lebensmittel-Reste vom Bär sind entsorgt, beziehungsweise verschenkt, also wird hier nicht gekocht. Aber Waschtag wird bestimmt morgen oder übermorgen stattfinden.
Konrad ist im Glück: Flugzeuge beobachten. Er legt sich am Fenster mit der Kamera auf die Lauer bei der Jagd nach Fotos. Gar nicht so einfach, denn die landenden Flieger ziehen schnell am schmalen Sichtfeld vorbei und kündigen sich nur über seine Flightradar-App an.

GULFSTREAM G650ER der MANDALAY RESORTGROUP LLC Las Vegas

Downtown

Aber wir sind ja eigentlich nicht wegen der Flieger in der Stadt, sondern wollen sie schon einmal mit eigenen Augen sehen, nachdem uns schon so viel von ihr erzählt wurde. Das Hotel betreibt einen Shuttlebus zum „Planet Hollywood“, der Indoor-Unterhaltungsmeile, die zu einem Casino-Hotel gehört.

Ah, so sieht sie in Wirklichkeit aus, diese Illusion einer orientalischen Stadt unter freiem Himmel… Fotografieren macht zwar Spaß, aber wir sind noch zu sehr an die echte Schönheit gewöhnt, die unter freiem Himmel möglich ist. Großartiges Staunen bleibt aus. Außerdem frieren wir fast, obwohl es heute eigentlich 36°C heiß ist. Alles ist runter gekühlt. Dieser Energie- und Wasserverbrauch mitten in der Wüste schockt, obwohl uns das ja alles bereits bekannt war.

Nach unserer Flucht ins Freie müssen wir schmunzeln: Diese Stadt war die erste Station unserer Reise. Gut gemacht, aber kein Vergleich!

Der berühmte Strip: Von überall dröhnt laute Musik, live oder Konserve. Es blinkt und tutet, und Menschen, Menschen, Menschen, teilweise schrill oder anzüglich angezogen. Kein Problem, aber die vielen Individuen, deren Existenzen gescheitert zu sein scheinen, stimmen nachdenklich. Eine gebeugte, zahnlose Frau, beispielsweise, schiebt einen Zwillingswagen, in dem sich ein kleiner Hund und vermutlich ihr ganzer Besitz befinden. Ein junger, verstrubbelter Mann mit runtergekommener Kleidung versucht halbherzig irgendjemand für ein Glücksspiel zu motivierten.

Die „Fountains of Bellagio Water Show“ – mit passender klassischer Musik – beeindruckt uns dann aber endlich doch. Alles unter freiem Spätnachmittagshimmel!

Wir wagen uns zurück ins Planet Holywood, jetzt durch die Abteilung der einarmigen Banditen beziehungsweise deren Nachfolger.

Wir trinken noch etwas im „Flight“, nehmen den Shuttlebus zurück ins Hotel, holen uns eine Pizza und beschließen den Tag gemütlich in unserer Hotelwohnung.

Nighty Night!

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Grandioser Abschluss: Valley of Fire


Nach Las Vegas

Letzter Bärreisetag, Mittwoch 9. April

  Nevada

Das Cockpit ist bereit…

Erfrischendes Grün des Moapa Valleys erfreut die Augen.

Diese Nachbildungen von Pueblo Häusern liegen am Wegesrand. Mit ihnen soll die Vergangenheit der Native Americans lebendig werden, die einst hier ansässig waren.

Nach dem grünen Intermezzo wieder Wüste:

Valley of Fire

Nach dem „Valley of Fires“ vor eineinhalb Wochen jetzt das „Valley of Fire“. Nur der Namen ist ähnlich. Rot ist hier die Grundfarbe und nicht Schwarz, wie damals.

Die Gegend war vor langer Zeit vom Meer bedeckt. Rote Sandsteinformationen wurden dann vor 150 Millionen Jahren aus Wanderdünen geformt. Die heutige Landschaft ist daraufhin durch Heben und Senken der Region entstanden, auf welches extensive Erosion folgte. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt: Ich sehe beispielsweise kurz ein Erdmännchen oder eine Frau mit Zopf, Bilder die dann schnell wieder verschwinden. Aber nicht nur die individuelle, sondern auch die allgemeine Fantasie wird angeregt, durch Namen, wie beispielsweise „Elephant Rock“,

„Balancing Rock“ oder „Arch Rock“.

Auch in dieser Wüste leben Tiere: Kojoten, Füchse oder Stinktiere. Wir sehen aber nur Dickhornschafe und diese „Eidechse“.

Petroglyphen auf dem Atlatl Rock:


Kaffeezeit im Bär mit Kulisse

Wir sind angenehm gesättigt von den vielen Eindrücken bei 35°C – bereit für die letzte Reiseetappe.

Las Vegas

 Die Stadt empfängt uns mit Stau.

Wie werden wir uns in dieser Stadt des Glücksspiels wohl fühlen, nach so viel beeindruckender Natur in den letzten drei Wochen? Kalt wird es jedenfalls nicht werden. Unser Nachbar im RV Park meint, dass die Temperatur von 33° für diese Jahreszeit sehr ungewöhnlich sei. Egal, wir werden bestimmt das Beste aus unserem mehrtägigen Aufenthalt machen.

Nighty night…

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Richtung Las Vegas


Utah und Arizona im Wechsel

37. Tag, Dienstag 8. April

 Abschied

Hier wären wir sehr gerne länger geblieben. Die gute Atmosphäre auf Dark Sky lädt zum Verweilen ein. Dies ist der eindeutige Gewinner im Ranking der bisherigen Übernachtungsplätze. Vermutlich wird er auch nicht mehr vom Podest gekickt.


Little Hollywood

Und doch – weiter geht’s… vorerst ins benachbarte Kanab. Das Städtchen ist bekannt als langjähriger Schauplatz vieler Filme und Serien  (von 1924 bis in die 1970er-Jahre). Serien wie Rauchende Colts – wer erinnert sich noch an die Filstelstimme von Festus – und High Chaparral (schon wieder!) wurden hier gedreht. Am Gehweg zeigen Tafeln und Kunstwerke, wie stolz die Bürger:innen auf diese Vergangenheit sind.

Scheibenhollywood

Die Straße führt uns in großen Schleifen durch die Grenzbereiche von Utah  und Arizona. Nach vier Grenzübertritten sind wir am Ende des Tages wieder in Utah. Am Staßenrand steht ein Schild: „I really believe they are drinking unicorn tears here, because people are so nice.“ (Ich glaube wirklich, dass man hier Einhorn-Tränen trinkt, weil die Leute so nett sind.) Angesichts der freundlichen Atmosphäre von heute Morgen, gibt es für uns keinen Grund der Vermutung zu widersprechen.
Wir werden allerdings nicht mehr lange bei den „Unicorn People“ bleiben. Es sind nur noch ungefähr 50 Kilometer bis Nevada. Gleich morgen früh wird damit noch ein weiter Staat auf unsere Liste kommen.
An den Scheiben zieht ein Wiederholungsfilm von gestern vorbei – aber nur scheinbar – denn in Wirklichkeit handelt es sich um eine Fortsetzungsfolge.

Manche Namen von Orten in dieser Gegend lösen unpassende Assoziationen aus: Hurricane, Colorado City oder Washington.
Kurz hinter Hurricane biegen wir rechts ab zum Quall Creek Reservoire und dem dazugehörigen State Park.

 Jetzt nur nicht sentimental werden…

Las Vegas kommt immer näher, keine 200 Kilometer mehr. Ein wenig stimmt uns das traurig: Die Zeit mit dem Bär wird bald vorbei sein, am Donnerstag. Irgendwie waren wir in der Illusion gefangen, dass die Reise endlos wäre. Unser Zeitempfinden war bis heute nahezu ausgeblendet.

Ablenkung 

Wieder atemberaubendes Scheibenkino im Hier und Jetzt… Wer mag da noch an übermorgen denken!

Dessert Springs RV Resort

Hier in Littlefield ist es heiß, zum ersten Mal richtig heiß: 28°C. Mein dünnes Sommerkleidchen darf endlich aus dem Schrank. Letzte Nacht hatten wir noch ganz geringe einstellige Temperaturen. Heute sollen laut Wetter-App beim Schlafen die niedrigsten Werte bei 16° liegen. Hurra, kein Schutz gegen Kälte mehr nötig!

Nighty night…

 

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In den Staat der fünf Nationalparks: Utah


Scheinbar endloser Wechsel von Formen und Farben

36. Tag, Montag 7. April

In den Antelope Canyon 

Konrad hat eine Fototour im Antelope Canyon X gebucht. Bereits auf dem Weg zeigt sich ein Eyecatcher nach dem anderen.

Eine Gruppe wird drei Stunden lang durch den Canyon geführt. Organisiert wird die Tour von Leuten der Navajo Nation.

Ich spaziere währenddessen ein Stück weit alleine durch die Landschaft.

Fototour

 Ja, Fotos und keine Gemälde!

Nach Kanab, Utah 

Staunen, staunen, staunen: Die Landschaft verändert sich fast nach jeder Kurve.

Wir überqueren den Colorado River, der sich hinter Stacheldraht versteckt.

Dann geht es über die Staatengrenze. In Utah sind wir nun im 13. Staat unserer Reise. „Life Elevated“ lautet hier das Motto und bezieht sich auf die einzigartige Landschaft.

Der Dark Sky Campground liegt am Fuß von Bergen und unser Stellplatz ist großzügig in gepflegter Wüstenlandschaft eingebettet. Dark Sky ist ein Prachtstück, das seinen Besitzern sehr an Herzen liegt. Wir werden freundlich begrüßt und erzählen unsere Reisegeschichte.

Nighty night 

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Durchs Colorado Plateau


Navajo Nation Reservation

35. Tag, Sonntag 6. April

Es geht heute durch 130 Kilometer des insgesamt 67 339 Quadratkilometer großen Reservats, dem größten Reservat der USA (Fläche von Bayern). Wie schon in den vergangenen Tagen, so führt der Weg wieder durchs insgesamt 337 000 Quadratkilometer große Colorado-Plateau (Fläche von Deutschland).

Bye bye, Cameron Trading Post!

Bevor es los geht, erstehen wir bei den Navajo Mitbringsel und Andenken.

Painted Desert

Auf der National US Highway 86 bietet sich uns ein großartiges Schauspiel. Die Painted Desert hat ihren Namen nicht umsonst. Ständig wechseln die Farben, manchmal an einem einzigen Felsen. Unterschiedlichste Gebirgsformationen ziehen an den Autoschreiben entlang. Manchmal bauen sich einzelne Felsen am Wegesrand auf.

Am Straßenrand sind immer wieder Stände der Navajo zu finden. Meist fehlen jetzt außerhalb der Saison jedoch die Verkaufsleute, welche Schmuck und andere typische Waren anbieten.

Colorado Valley 

Fast alle Autos halten beim Aussichtspunkt am Straßenrand und deren Insassen werfen einen Blick auf das weite Colorado Valley. Der Fluss ist schwer zu erkennen. Erst ein Blick auf die Karte bestätigt, dass es sich wirklich um den Colorado handelt, der sich in einer tiefen, schwarzen Spalte vor uns dahin schlängelt.

Selfis werden geschossen, die Liebsten fotografiert und das bunte Warenangebot der Navajo wird begutachtet.

Horseshoe Bend 

Roter Sand…

Die Flussschleife ist Teil des Glen Canyon und hat sich von unserem Aussichtspunkt aus einst 300 Meter tief eingeschnitten. Die Schichtenfolge des Gesteins wird als Navajo-Sandstein bezeichnet.


Der Horseshoe-Bend ist ein Touristenmagnet und ein Foto-Hotspot.

Konrad schießt seinen „Little Horseshoe Arch“.

Ausklang 

Gefüllt mit beeindruckenden Bildern beschließen den Tag auf dem Page Lake Powell Campground.

Beim Abendessen werden unsere Platzdeckchen eingeweiht, die wir heute Morgen erstanden haben.

Nighty night…

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In den Grand Canyon Nationalpark


Gen Norden

34. Tag, Samstag 5. April

Another Roadtrip 

Eigentlich müssen wir ja nach Las Vegas. Wir könnten ab Flagstaff einfach der Route 66 folgen, machen aber in den verbleibenden Tagen lieber noch einen kleinen Abstecher in das vor Nationalparks wimmelnde Utah. Zunächst einmal geht es durch den Winter.

In Flagstaff wird es kalt, richtig kalt. Kein Wunder, es liegt ja auch auf fast 7000 Fuß (2133 Meter).

Vorbei an Aubineau Peak und Rees Peak:

Immer weiter…

Durch die Prairie Desert:

Unterwegs treffen wir noch ein Esslinger Pärchen, das sich gerade auf dem Weg nach Alaska befindet.

Im Grand Canyon National Park angekommen: Wir fühlen uns wie Statisten in einem Reiseführer…

Cameron

In Camron am Tradingpost von 1911, an dem die Navajo Nation ein Hotel und ein Restaurant betreibt,  suchen wir uns einen Stellplatz. Der Little Colorado hat sich hier einen Little Grand Canyon gegraben, der in der Abendsonne rot schimmert.



Blick zum Navajo Mountain

Unser Tag klingt im Navajo-Dining Room aus. Neben Ausflüglern dinieren hier auch viele Natives.

Nighty night…

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Von Phoenix ins Verde Valley


Durch die Black Hills

33. Tag, Freitag 4. April 

Grünes Phoenix: bye bye!

Saguaros ohne Ende … sogar freilebend!

Black Hills

Diese Bergkette zieht sich durch die Mitte Arizonas entlang der Interstate 17, die uns von Phoenix in Richtung Flagstaff führt.

Pause: am Sunset Point mit „Scenic Overlook“

„Sunset“ passt gerade nicht – eher „Sun under dark sky“…

Konrad will Vögel fotografieren und das kommt raus:

Weiter geht’s: mitten durch die Black Hills, wie faszinierend!

Weder Flagstaff noch Sedona interessieren uns jetzt noch, sondern nur noch das umwerfende Verde Valley.

Rancho Verde

Am Ziel angekommen, jetzt nur noch einen kleinen Abendspaziergang durch Camp Verde.

Nighty night!

 

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Typisch Arizona

Schon immer ein besonderes Land …

32. Tag, Donnerstag 3. April

Was soll das A auf dem Berg? Keine Ahnung, ob meine Interpretation stimmt ?‍♀️…

Typisch Western

Wie bekannt war mir Tucson Arizona einst, als ich die alten Wildwest-Filme noch liebte…

Kein Wunder, denn westlich der Stadt liegt Old Tucson, das damals extra für diese Filme nachgebaut wurde. Es entstand 1939 für den Film „Arizona“. Die Gebäude zeigen den Ort um 1860. Eine Vielzahl an Western – wie Rio Bravo oder Winchester 73 – wurden hier gedreht und auch die Serie „High Chaparral“, die ich als Jugendliche gerne am frühen Sonntagabend sah, wenn Bonanza mal nicht kam.


1995 verbrannte das Studio mit unersetzbaren Utensilien. 1997 wurde eine Rekonstruktion der Stadt neu eröffnet.

Hier geht’s ab. Die Zuschauer: innen sind mitten im Film mit passender Filmmusik. Das Ende ist bitter: zwei Männer werden erschossen. Der Sheriff ist ratlos!

Die Gegend wurde damals geschickt gewählt. Die Berge, die Sonora-Wüste und die Saguaros bilden eine unverwechselbare, natürlich Kulisse. Kein Wunder, dass der Nationalpark nicht weit weg ist: unsere zweite Station des Tages.

Typisch Kakteen ?, besonders Saguaros

Sie sind in diesem Staat so weit verbreitet, dass sie sogar auf die Nummernschilder der Fahrzeuge gemalt sind. Gleich hinter Old Tucson befindet sich ein kleiner, aber lebendiger Teil der Sonora-Wüste, der als Saguaro Nationalpark unter besonderem Schutz steht. Bereits der Weg dorthin ist einzigartig.

Soguaros wachsen anfangs sehr langsam. Es kann 70 Jahre dauern, bis sie ihre ersten Arme bilden. Sie können 150 Jahren alt und ungefähr 15 Meter hoch werden.

Es lassen sich Spuren von Menschen der Hohokam Kultur im Park finden, aus einer Zeit zwischen 450 und 1450 n.Chr. Seit 1994 existiert dieser Nationalpark.

Typisch: Leben in der Wüste

Die Casa Grande Ruinen: Südlich von Phoenix befinden sich Überreste einer etwa 1200 n. Chr. entstandenen Siedlung des Volkes der Hohokam. Dazu gehörte auch das Casa Grande, welches schätzungsweise 1350 fertig gestellt. Es war mit Abstand das größte Gebäude und erfüllte kulturelle oder auch soziale Zwecke. Viel ist darüber allerdings nicht bekannt. Sie sind aber schon beeindruckend, diese Ruinen aus einer betonähnlichen Mischung aus Sand, Tonerde und Kalkstein!

Typisch: Bewässerung

Wir sind hier in der Wüste. Es ist erstaunlich grün hier, in der Nähe von Phoenix. Es wird sogar Getreide angebaut. Farmen und Viehhaltung sind weit verbreitet. Das wäre ohne intensive Bewässerung nicht möglich.

Nighty night

Es ist schön, so viel Abwechslungsreiches von Arizona kennengelernt zu haben. Wir übernachten in der Nähe von Phoenix, auf dem (55+) Citrus Gardens RV Park, wo viele Rentner ihr zweites oder sogar erstes Zuhause gefunden haben.

 

 

 

 

 

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