Nach Koblenz

Meine Route 66: neunzehnter Tag

Erwartungsgemäß regnet es heute, aber für mich beginnt der Tag trotzdem voller Freude, denn ich bekomme ganz persönlich ein Frühstück serviert, das keine Wünsche offen lässt. Ich packe die Reste ein und habe Proviant für heute und morgen.
Ich gehe noch einmal in die Stadt um Geld am Marktplatz zu holen. Dort findet demnächst im Regen ein Erntedankgottesdienst statt, und die Musik spielt bereits. Ich bin ganz ergriffen von den Klängen. Das ist meine Art von religiöser Erfahrung, die mich ein ganzes Stück begleiten wird.
 
Ich lasse Boppard im Nieselregen zurück und ziehe relativ gut gelaunt weiter, denn Gustav und ich haben guten Regenschutz.

Immerhin bin ich schon eine Meile weiter als gestern.
 
Ich komme an einem Campingplatz vorbei, mit dessen Namen ich heute nichts anfangen kann. Aber immerhin ist mein Weg hier ordentlich gegendert.
 
Nicht nur mir gefällt das Wetter nicht so sonderlich, ich glaube die Beiden sind auch nicht ganz glücklich.

Zwischendurch gibt es einen Cappuccino zum Regenerieren und dann ist trotz Regens mal wieder das Bild von einer Burg fällig.

Und danach auch noch Waldbaden auf dem Weg entlang des Rheins! Muss das sein, ist es denn nicht wirklich schon nass genug?

Neben all den Burgen gibt es dann auch mal zur Abwechslung eine Brauerei zu bewundern.

Bald erreiche ich Koblenz, beziehe mein Zimmer im Hotel, und gehe ziemlich schnell weiter auf Sightseeingtour.



Auf dem Weg zum Deutschen Eck, der Mündung von der Mosel in den Rhein, begegnen mir Massen von Menschen, kein Wunder bei den vielen Kreuzfahrtschiffen, die sowohl an Rhein als auch an Mosel angelegt haben.


Das Deutsche Eck kannte ich bisher nur vom Vorbeifahren. Von der Nähe erdrückt es mich nur deshalb nicht allzu sehr, weil viel Platz ist, sogar für die unendlich vielen Touristen. Der Ort, wo die beiden Flüsse wirklich zusammenfließen, sieht dann eher unspektakulär aus.

 
 
Seit dem ich in den Vororten von Koblenz angekommen bin, hat es aufgehört zu regnen. Ich konnte ohne große Blessuren durch diesen ersten längeren Regen hindurchgelaufen. Als sich dann aber spät am Tag doch noch die Sonne zeigt, kommen mir fast philosophische Gedanken: wenn am Ende das Licht steht, dann wird auch die Erinnerung an die vorausgegangene Zeit noch heller. 🌞 Und wieder neigt sich ein kostbarer Tag meiner Reise dem Ende zu.

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