Viel Wasser…
Genauso habe ich es mir vorgestellt: viel Wasser, Eyecatcher und Sightseeing!
Heute muss der Lollarer Schmaadlecker nicht frieren. Das Wetter ist wieder perfekt zum Wandern. Hoffentlich wird es dem Kerlchen auf dem Brunnen im Laufe des Tages nicht zu warm ???
Guten Morgen, Lahn!
Die Wege sind heute so ganz nach meinem Geschmack.
Auf einmal biege ich nach links und schaue ohne Vorwarnung auf die Ruine Badenburg. Diese wurde 1356 erstmals als Herrensitz erwähnt, dessen Zerstörung im Wesentlichen auf Misswirtschaft zurückzuführen ist. Seit Mitte des 18. Jahrhunderts ist die Ruine beliebtes Ausflugsziel. Hier trafen sich 1834 politische Oppositionelle und riefen zum Widerstand gegen Fürstenwillkür und soziale Ungerechtigkeit auf. Leider wurde sie verraten.
Die Burg wurde im 18. und 19. Jahrhundert zeitweise als Schmiede genutzt, was den historischen Bezug zu den alten Eisenobjekten erklärt, die hier zu finden sind.
Ich sehe das erste Wasserfahrzeug, die Lahnlust. Sie ist ein Eventboot und gehört dem Marineverein Gießen.
Eine Touristin, die von Marburg kommt, darf die beiden Städte nicht vergleichen, denn Gießen wurde im Krieg ziemlich zerstört. Nach dieser Vorwarnung freue ich mich heute am Samstag (Markttag) um so mehr über das bunte Leben und die historischen Kulissen.
Die Unis Marburg und Gießen arbeiten extrem eng und intensiv zusammen.
Die Hermann-Hoffmann-Akademie wird von Dinos bewacht.
Die Gießener Schlammbeiser waren Arbeiter, die vor dem Bau der Kanalisation Abfall- und Fäkalieneimer aus den engen Häuserschluchten holten.

Im Jugendstil-Industriedenkmal „Alter Schlachthof“ gibt es heute Wohnraum, Unternehmen und Gastronomie. Diese Umnutzung wurde mit Denkmalschutzpreisen ausgezeichnet.
Der zweite Teil meines Weges führt mich an einigen Baggerseen vorbei, die zum Teil verschiedene Freizeitaktivitäten ermöglichen, aber in anderen Bereichen auch dem Naturschutz dienen.
Mein ❤️ gehört natürlich der Lahn. Ihr Charakter hat sich schon wieder völlig verändert.
Tschüss, Fluss!!! Ich übernachte heute in Dutenhofen im Gastof Adler, wo ich vorzüglich speisen werde.








